Logo des Pastoralverbunds Höxter

Konzept


 

Religionspädagogische Arbeit

Hauptsächlich besuchen katholische Kinder unseren Kindergarten. Er steht aber auch Kindern anderer Konfessionen und Kulturkreise offen. In diesem Miteinander können wir mithelfen, die Wurzeln zu legen für Toleranz, Achtung und Respekt den Anderen gegenüber. Im täglichen Zusammensein stellen wir immer wieder fest, dass wir alle Kinder einer Erde sind und zusammen gehören.

Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten und Gruppen möchten wir integrieren, damit sie aufeinander zugehen und ohne Vorurteile miteinander leben.

Gleichzeitig sollen Mädchen und Jungen lernen, sich selbst und andere mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen.

Durch eine christliche, lebensbejahende Erziehung möchten wir mithelfen, allen Kindern das Gefühl des Angenommenseins zu vermitteln. Das Urvertrauen "Gott ist immer für mich da, er nimmt mich so, wie ich bin", schenkt den Kindern Halt und Sicherheit.

Durch Gebete, Lieder, Spiele und Geschichten im verlässlichen Rhythmus des Jahreskreises der Kirche finden Kinder Orientierungspunkte, die sie in einer Atmosphäre von Freude und Angenommensein erleben.

Nikolaus, unser Schutzpatron, hat es uns vorgelebt:

"Kinderfreundlich und hilfsbereit begegnen wir einander und ihm noch heute".

 

Unsere Gruppen

In unseren Gruppennebenräumen haben die Kinder die Möglichkeit, in kleinen Gruppen:

  • intensiv kreativ zu sein → Bastelstube
  • ihrem Bedürfnis nach Ruhe und phantasievollen Träumen nachzukommen → Ruheraum
  • Ideen zu besonderen Bauwerken umzusetzen → Baustube

 

In unserem Kindergarten ist jedes Kind einer Gruppe zugehörig, in der es bis zur Morgenrunde um 09.00 Uhr eine kleine Spiel- und "Arbeitszeit" erlebt.

Daran schließt sich die Gruppenübergreifende Freispielzeit an. Diese beinhaltet das Spielen in jeder Gruppe, bzw. in deren Schwerpunktaufgreifenden Nebenräumen, das Teilnehmen am Angebot im Turnraum, das Einnehmen des Frühstücks und das Spielen und "Arbeiten" in unserem großen Aussengelände, der "grünen Stube".

 

 

Mittagsgruppe

Zusätzlich bieten wir nach unseren und den gesetzlichen Möglichkeiten eine Übermittagbetreuung für eine Kleingruppe an. Die Kinder erhalten eine warme, ausgewogene Mahlzeit, die sie gemeinsam mit "ihrer Erzieherin" einnehmen. Daran schließt sich eine Zeit des Ruhens und der Stille an.

Die Nachmittage sind ebenso strukturiert wie die Vormittage und stehen allen Kindern offen.
Sie bieten ihnen eine gute Möglichkeit zum vertieften, intensiven Spiel. Die beiden verlängerten Nachmittage geben uns die Möglichkeit, zusätzliche Angebote und Projekte anbieten zu können.

 

Morgenrunde

Alle Kinder der jeweiligen Gruppe kommen mit einer Erzieherin im Kreis, um die entsprechend gestaltete Mitte, zusammen. Hier erleben sie gemeinsam situations-, jahreszeitlich und religiös orientierte Lieder, Geschichten, Reime, Interaktions-, Kim-, Finger-, Hör- und Lauschspiele. Das Würzburger Trainingsprogramm "Hören, lauschen, lernen" von Petra Küspert und Wolfgang Schneider unterstützt und ergänzt unsere Sprachspiele. Diese begleiten die Kinder durch ihre Entwicklung. Schwierige Situationen und Übergänge können mit Hilfe von Liedern ... bewältigt werden. Rituale geben Sicherheit und Orientierung und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Morgenrunde dient uns Erzieherinnen auch zur erweiterten Beobachtung, Förderung und Integration der Kinder.

 

Gruppenübergreifende Freispielzeit

Was ist Freispiel?

Mit Freispiel bezeichnen wir vereinbarte Zeiten, in denen die Kinder selbst entscheiden, was sie spielen, malen, basteln wollen, ob sie sich verkleiden, bauen, turnen ... Ihren Spielort, den Spielpartner und das Spielmaterial bestimmen sie selbst. Selbstbewusst und mutig suchen die Kinder die einzelnen Gruppen auf, um sich dort selbstständig und frei den verschiedenen Angeboten und Schwerpunkten zuzuwenden.

Die Mitbestimmung der Kinder über ihren Spielalltag hilft ihnen eigene Interessen zu erkennen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Wir sehen das Kind als Akteur seiner Entwicklung und möchten,
dass es seine Welt durch eigene Aktivität
und nicht aus 2. Hand erschließt!

Bei ihrem Spiel= ihrer Arbeit lernen die Kinder am meisten durch Versuch und Irrtum. Misserfolge stärken sie und fördern ihr Durchhaltevermögen. Überwundene Misserfolge helfen bei der Entwicklung ihrer Frustrationstoleranz.

Eine sozial funktionierende Gemeinschaft braucht Regeln und Grenzen. Wenn Kinder lernen, diese Regeln zu verstehen, einzuhalten und weiterzugeben, werden sie zu einem gemeinschaftlichen Leben befähigt. In einer Gemeinschaft ergeben sich auch immer Konflikte, die ausgehalten, aber auch gelöst werden wollen. Dabei sind auch Kompromisse nötig, bei denen wir Erzieherinnen, aber auch alle beteiligten Kinder bemüht sind, Hilfestellung zu geben.

 

Turnraum

Unser Turnraum steht den Kindern, je nach Situation, als Bewegungsbaustelle, d.h. zum freien Erproben eigener Bewegungsabläufe im vorbereiten Raum und für angeleitete "Turnstunden" jeden Tag zur Verfügung.

Bewegung macht klug und stärkt das Selbstbewusstsein.

Kinder spüren ihren Körper, seine Grenzen, aber auch die Kraft, die in ihm steckt. Je mehr sie sich frei bewegen dürfen, um so stärker entwickeln sie ihre Persönlichkeit, jenes "Ich", von dem Experten sagen, dass es bei vielen Menschen zu schwach ausgebildet ist.

Da wir festgestellt haben, wie gerne und selbstverständlich sich die Kinder auch rhythmisch bewegen, bieten wir ihnen so oft wie möglich - im Turnraum oder draussen - Musik zum tanzen an.

Ebenso wichtig wie das Erleben von Anspannung/ Bewegung ist das Spüren von Entspannung/ Ruhe, womit wir einem immer stärkeren Bedürfnis der Kinder nachkommen.

So wird der Turnraum - je nach Situation - zum Ruhe- oder Entspannungsraum!

 

 

Auch Erlebnispädagogik ist für Kinder ganzheitliches Lernen. Die Erlebnispädagogik bietet eine große Bandbreite an Aktivitäten.

Zusammen mit unseren Kindern gestalten wir Niedrigseilgärten. Diese variieren von Mal zu Mal, je nach Beschaffenheit der Bäume und des Ortes.

Durch den Seilgarten wird die Sozial-Komopetenz(z.B. Kooperationsfähigkeit, Zusammengehörigkeitsgefühl, Konfliktefähigkeiten) sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Förderung der Eigenverantwortung auf spielerische Weise gefördert.

Uns ist es wichtig, dass kein Zwang besteht. Die Kinder treffen die Entscheidung, was sie sich selbst zutrauen. Ein respektvoller Umgang und Akzeptanz sind in der Erlebnispädagogik unumgänglich.

 

Frühstück

09.15 Uhr - 10.30 Uhr
- gleitend und als Lernfeld genutzt -

Ein besonderes Anliegen ist es uns, die Kinder in unsere täglichen Arbeiten mit einzubeziehen. Dazu gehört z.B. auch das Vorbereiten des gesunden Frühstücks, das Decken und Abdecken des Frühstücksgeschirrs, sowie das Säubern der Tische und das Fegen des Bodens.

Unser abwechslungsreiches Frühstücksbuffet im Essraum bietet allen Kindern die gleiche Möglichkeit, sich vitaminreich und ausgewogen nach ihren eigenen Bedürfnissen zu stärken. Zwanglos, aber doch mit Zeit und Ruhe lernen sie in kleinen, unterschiedlichen Tischgemeinschaften bewusst ihr Essen zu sich zu nehmen. Beim Miteinandersprechen lernen sie - auch hier - Rücksicht auf den anderen zu nehmen, ihn aussprechen zu lassen, nicht mit vollem Mund zu sprechen ..., kurz und gut: unsere Tischmanieren.

Regelmäßig treffen sich alle Kindergartenkinder und alle Erzieherinnen zu einem großen, gemeinsamen Frühstück und geniessen so das Zusammengehörigkeitsgefühl und "Mahl halten" in einer großen Gemeinschaft.

 

Unsere Grüne Stube

Unser Aussengelände, liebevoll grüne Stube genannt, bietet vielfältige Spielmöglichkeiten

Im Wald
Unterschiedlich große Holzstämme fordern zum phantasievollen Bauen, Umgestalten ... auf.

Im Matschkasten
Mit allen Sinnen werden die Elemente Wasser-Erde-Sand erforscht, fein- und grobmotorische Abläufe werden spielerisch gestärkt.

Beim Rennen, Toben, Springen
Unser weitläufiges Aussengelände mit seinen Höhen und Tiefen, sowie seinen unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten motiviert die Kinder zu vielfältigen Bewegungsabläufen.

Toben macht schlau

Kinder, die sich viel bewegen, lernen besser. Sie können sich besser konzentrieren, da die äussere an die innere Beweglichkeit gekoppelt ist.

Bei der Gartenarbeit
Beim Hegen und Pflegen, beim Säen und Pflanzen, beim Ernten und Danken werden die Kinder sensibilisiert für einen behutsamen Umgang mit allem, was wächst.

An der Feuerstelle
Unter Anleitung, bei besonderen Gelegenheiten, lernen sie, wie Holz aufgeschichtet wird, um dann als wärmendes, faszinierendes Element Würstchen, Stockbrot, Kartoffeln, ... zu einem schmackhaften Essen werden zu lassen.

Ebenso können Kinder in unserer grünen Stube

  • in Aktion sein mit bewegungsfördernden Geräten, wie z.B. Fahrzeugen, Pedalos, Pferdeleinen, Springseilen, Nestschaukel, Rutsche
  • in Ruhe sein in verschiedenen Spielbereichen (Knöterichlaube) und bei Beschäftigungen, die zur Stille führen (Malen mit Straßenkreide, Wasser)
  • ins Spiel kommen mit selbstgefundenen Naturmaterialien

Kinder brauchen das Unfertige

Unfertiges fördert die Phantasie und Kreativität. Es eröffnet den Kindern Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Umgestaltung.

Wir möchten durch Anleitung zum Entdecken, Beobachten und Stillewerden die Liebe der Kinder zur Natur und zu allem Lebendigen wecken. So können sie erfahren, dass es sich lohnt, sich für die Bewahrung von Gottes Schöpfung einzusetzen!

Musik und Tanz

Musik, Gesang und Tanz gehören zum täglichen Kindergartenleben. Sie unterstützen das soziale Lernen. Kinder finden Gedanken und Gefühle wieder und lernen, diese auszudrücken. Ängste und Wut können von der Seele gesungen werden, Freude und Glück finden ihren Ausdruck.

Zur Musik gehört auch die Stille. Klänge, Geräusche und Stimmen zu hören, den Unterschied von laut und leise zu spüren, all dies sind wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit Musik und Gesang.

Gerade in unserer technisierten und rationalen Welt haben Gesang und Tanz eine wichtige Funktion. In ihrer spielerischen und künstlerischen Weise bewahren sie den Menschen vor reinem Zweckdenken.

 

Geburtstage, Feste und Feiern

Der Geburtstag stellt für jedes Kind einen lang ersehnten Höhepunkt des Jahres dar. Bei der Feier im Kindergarten möchten wir das Kind und seine Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Deshalb verzichten wir bewusst auf jegliche "Mitbringsel"

Wichtig beim Feiern eines Festes ist uns auch das Erleben und steigern der Vorfreude bis zum Höhepunkt - dem Fest, welches dann noch nach- und abklingen kann.

Anlass zum Fest kann sich auch jederzeit, mitten am Tag ergeben - aus Freude am Leben, dem Duft der Blumen, dem Sonnenschein ... .

 

Jahresthema

Jedes Kindergartenjahr steht unter einem bestimmten Thema= roter Faden, der uns durch das ganze Jahr begleitet. Daraus ergeben sich verschiedenste Angebote, sowie Projekte.

Aber auch Situationen, die Kinder, Erzieherinnen und Eltern vermehrt beschäftigen, können Anlass zu einem besonderen Angebot sein. Die Umsetzung dieser Aktionen richtet sich, je nach Inhalt, an die Gesamtkindergruppe, an die Kindergartenschulkinder oder an eine kleine, sich besonders angesprochen gefühlte Gruppe.

 

Beispiele:

Zur Tradition geworden

 

  • Herstellen der Erinnerungsmappen für die Kindergartenschulkinder
  • Besuch einer Unterrichtsstunde in der 1. Klasse
  • Übernachtung mit kleiner Abschlussfeier der Kindergartenschulkinder
  • Inhaltlich differenzierte Verkehrserziehung durch "Bezugspolizisten" für alle bzw., für die Kindergartenschulkinder
  • Zahngesundheitsspiele durch unsere Betreuungszahnärztin

Situationsbezogen

 

  • Besuch/Besichtigung von:
    • Krankenhaus
    • Lesepartenerschaften und Besuche in beiden Grundschulen
    • Polizeiwache
    • Feuerwehr
    • Handwerksbetrieben
    • 1-Welt-Laden
  • Waldtage
  • Mandalas gestalten
  • "Faustlos" (Projekt zur Gewaltprävention)

Die verschiedenen Angebote/Projekte bieten den Kindern neue Erfahrungsmöglichkeiten und sind Impulsgeber für viele Spiele.

Wichtig ist es uns auch, dass sie "nah am Kind" sind, d.h. nah an ihren Bedürfnissen und nach "ihrem Tempo".

 

Wir merken jedoch auch, dass wir nicht alles können und möchten den Kindern vermitteln, dass auch sie nicht alles können müssen. Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, holen wir uns untereinander oder von außerhalb Rat und Tat.

 

Vom Kindergartenkind zum Schulkind

Im Mittelpunkt steht die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Das bedingt eine ganzheitliche pädagogische Vorgehensweise, die in gleicher Weise emotionale, motorische, soziale und intellektuelle Fähigkeiten fördert!

Maria Montessoris Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun" ist auch uns ein wichtiges Anliegen.

 

Elternarbeit

Um unsere pädagogische Arbeit transparent zu machen, ist es uns sehr wichtig, möglichst viele Eltern einzubeziehen. Das kann durch die Teilnahme an Elternabenden, der Mitarbeit im Elternrat, bei der Herstellung der Elternzeitung "Nikolaibote", bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen ... geschehen.

Für Elterngespräche - spontan, sofern es die Situation erlaubt, und nach Termin festgelegt, haben wir ein offenes Ohr.
Eine zusätzliche Begegnungsstätte und eine Gelegenheit, bei denen sich Eltern näher kennen lernen, ist unsere so genannte "Kaffee-Ecke" auf dem geräumigen Flur, in der Nähe der "wegweisenden Sonne".

Wir halten es für notwendig, dass beide Seiten, Eltern und Erzieherinnen sich um ein fortwährendes, verständnisbereites Miteinander bemühen zum Wohle "ihrer" Kinder!

 

Öffentlichkeitsarbeit bedeutet für uns:

"Zieh den Kreis nicht zu klein"

  • Berichte in Tageszeitungen zu besonderen Anlässen
  • Aktionen wie "sauberer Kirchplatz"
  • Mitgestaltung beim Programm am "Tag des Kindes"
  • Tag der "offenen Kindergartentür"
  • Gespräche "über den Gartenzaun"
  • Spaziergänge
  • Elternabende, auch für andere Interessierte
  • Kirchengemeinde "St. Nikolai"
  • Nikolausfeier
  • Adventsfenster

 

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Mit folgenden Institutionen arbeiten wir außerdem zusammen

  • mit Tageseinrichtungen für Kinder in Höxter und der näheren Umgebung (in Arbeitskreisen)
  • mit der Erziehungsberatungsstelle
  • mit den Grundschulen der Stadt Höxter
  • mit dem Gesundheitsamt des Kreises Höxter
  • mit dem Jugendamt des Kreises Höxter
  • mit der Polizeiwache in Höxter (Verkehrserziehung)
  • mit dem Krankenhaus, dem Altenheim
  • mit den Maltesern
  • mit der Tagesklinik Höxter(Jugendpsychiatrie)
  • mit der sozialpädagogischen Familienhilfe (Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Kreis Höxter)
  • Kooperation mit dem Nikolai Seniorenhaus

 

Was Sie noch wissen sollten:

Wichtig für unsere pädagogische Arbeit sind auch:

  • wöchentliche Dienstbesprechungen
  • Fortbildungen
  • Teilnahme an speziellen Arbeitskreisen

Wir bieten feste Sprechzeiten für alle Eltern an. Diese werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Ferienzeiten (in den Schulferien von NRW)
Unser Kindergarten bleibt geschlossen:

  • 3 Wochen während der Sommerferien
  • 1 Woche in den Herbstferien
  • an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr
  • in der Woche nach Ostern